Meetings nachhaltig gestalten

Rührstäbchen, Flipchart und rauchende Köpfe – geht es auch ohne?

Ob ihr ein Unternehmen habt, das seine Meetings grüner gestalten möchte und gegebenenfalls noch nach passenden Räumlichkeiten sucht, oder ob ihr selbst eine entsprechende Location plant, anzubieten – wir haben ein paar Tipps zusammengetragen, wie sich Konferenzen und die passenden Räume möglichst nachhaltig gestalten lassen.

1 – Location

Wenn man für sein Team nach einer externen Möglichkeit sucht, Meetings abzuhalten, sollte man darauf achten, dass die Location gut erreichbar ist, sprich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad. Sollte dies nicht möglich sein, ist es sinnvoll, sich zu Fahrgemeinschaften zusammenzuschließen.

Richtet man selber einen Büro-/Meetingraum ein, sollte man auf Barrierefreiheit achten, sofern es die örtlichen Gegebenheiten zulassen. Wenn die Räume dem eigenen Unternehmen und den Mitarbeitenden dienen, sollten entsprechende Umbaumaßnahmen definitiv eingeplant werden – denn nur Barrierefreiheit ermöglicht ein wirklich diverses Team.

Bei der Einrichtung sollten Möbel und Inventar aus zweiter Hand überwiegen und gegebenenfalls um hochwertige Möbelstücke und effiziente Neugeräte ergänzt werden.

Die Stromversorgung sollte über echten Ökostrom erfolgen und nicht über das Ökostromangebot der großen, herkömmlichen Stromanbieter. Eine Liste echter Ökostromanbieter findet ihr zum Beispiel hier.

Ebenfalls wichtig ist eine gute Belüftung und Frischluftzufuhr – Fenster und Stoßlüften sind der Klimaanlage in jedem Fall vorzuziehen. Das freut nicht nur das globale Klima, sondern auch die Gesundheit der Anwesenden. Reichlich Pflanzen sorgen zusätzlich für eine reine Luft.

Fenster versorgen den Raum außerdem mit Tageslicht und zusätzliche Lichtquellen sind mit energiesparenden LED-Leuchten am besten ausgestattet.

Bei den typischen Konferenzraum-Gimmicks sollte man zu den jeweils nachhaltigeren Alternativen greifen – Whiteboard mit nachfüllbaren Markern statt Flipchart mit Papierbögen, digitale Protokollführung statt Notizblock und so weiter.

2 – Verpflegung

Sollte eine längere Session geplant sein, ist ein saisonales und regionales (und möglichst auch pflanzenbasiertes) Catering die beste Wahl.
Für den kleinen Hunger zwischendurch bietet sich Obst statt einzeln verpackter Snacks an.

Bei den Getränken ist Leitungswasser in Karaffen oder wiederverwendbaren Glasflaschen die ideale Basis (falls gewünscht aufbereitet), ergänzt durch Softdrinks von regionalen Marken in Mehrweg-Glasflaschen – ein kürzerer Transportweg und Wiederverwendung sparen Ressourcen.

Kaffee oder Tee sollten in jedem Fall in Bioqualität und fair bezogen werden – wenn möglich auch unverpackt bzw. im Großpack.

Mehrweg ist Einweg grundsätzlich immer vorzuziehen, daher sollte wiederverwendbares Geschirr und Besteck vorhanden sein und gerne auch Stoffservietten sowie Trinkhalme aus Glas.

Mögliche Reste vom Catering können als Take-Away angeboten werden – entweder in alten Schraubgläsern oder in speziellen Pfandsystemen, wie Rebowl.

3 – Organisation

Für eine effiziente Durchführung sollte eine klare Agenda beziehungsweise Struktur vorbereitet sein. Für eine ebenso effiziente Begleitung bietet sich eine digitale Protokollführung an.

Sollte eine Präsentation stattfinden, nutzt man am besten einen Beamer oder präsentiert auf einem einzelnen großen Bildschirm – viele parallel laufende Rechner verbrauchen nur unnötig viel Strom.

Die Präsentation selber sollte hinsichtlich der technischen Effekte eher zurückhaltend sein – viele Bilder und Animationen bedeuten auch viel Speicherplatz.

Meetings erweisen sich ebenfalls als effizienter, wenn man regelmäßige Pausen einplant, denn diese erhalten die Konzentrationsfähigkeit. Währenddessen sollte man natürlich die Geräte aus- oder zumindest den Energiesparmodus einschalten.

Eine gute Lage und Anbindung, Ökostrom und energieeffiziente Geräte(nutzung), eine digitale, papierfreie Organisation, Mehrweg statt Wegwerfartikel sowie regional und fair bezogene Verpflegung sind also die wichtigsten Basics für ein grünes Meeting. 🌱

Beitragsfoto: Rica Rosa